
Ich will doch nur spielen… Q1 Literaturkurs (Hag) führte Kriminalkomödie „Keine Freunde - keine Feinde“ (Autorin: Barbara Peters) auf
190629. Am Mittwoch, 26.06., und Donnerstag, 27.06., brachte der Q1-Literaturkurs (Frau Hager) die Kriminalkomödie „Keine Freunde! – Keine Feinde?“ der Kinder- und Jugendbuchautorin Barbara Peters auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Die Theater-Aufführung im Ritzefeld-Gymnasium stellte die Auftaktveranstaltung zu „30 Jahre SchülerTheaterFestival“ dar. Die erste Vorstellung konnten Grundschüler der KGS Bischofstraße und der OGGS Gressenich genießen, die die lustige Suche nach der entführten Lizzie gespannt mitverfolgten und von der schauspielerischen Leistung der Oberstufenschüler begeistert waren. In der Pause konnten sich die Schüler auf dem Schulhof austoben, sich über die Lösung des Falles der entführten Lizzie austauschen und mit einem Eis in der Hand den hohen Temperaturen trotzen.
Handlung: Sie ist weg, die kleine Lizzie. Als Tochter des (einfluss)reichen Fabrikanten John Halloway (A. Stock) und seiner eitlen Frau (A. Alam) hatte Lizzy (J. Reinert) es nicht leicht, die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zu gewinnen und im Ort Freunde zum Spielen zu finden (S. Ibisi, M. Breuer).
Und nun das! Die Aufregung ist groß, als sich herausstellt, dass Lizzie entführt wurde – entführt von einer etwas verpeilten Verbrecherbande, dem naiven, aber eigentlich gutmütigen Little Billy (J. Haubrich), dem tatkräftigen und cleveren Big Jack (J. Wilden) und ihrem im Hintergrund agierenden Boss, die ein Lösegeld von Halloway erpressen wollen.
Eine Entführung ist grundsätzlich nicht lustig, wenn auch Lizzie, die sich bisher mit ihren über 1000 Barbie-Puppen durchs Leben gelangweilt hatte, dies als willkommene Abwechslung sieht und ihren Entführer Little Billy kurzerhand als Spielkamerad in Beschlag nimmt, was diesen mächtig nervt.
Während der übereifrige Polizist East (S. Karic) und seine Partnerin Smith (L. Nix) im Fall nicht so recht weiterkommen, hat inzwischen auch Halloway begriffen, dass er etwas tun muss. Da er der Vorgabe der Entführer nachkommen und keine Polizei einschalten will, beauftragt er den arbeitslosen und meist mit Whisky abgefüllten Privatdetektiv Philipp Bluewater (L. Scherello). Mit Unterstützung seiner Tante, Lady Honeybell (L. Nix), deren Kaffeerunde (F. Amitri, S. Götze) und der gut informierten Kramladenbesitzerin Mrs. Miller (A. Moll) kommt er zunächst Little Billy, später auch Big Jack und deren Boss auf die Schliche. Dabei behilflich ist auch die mittellose Anne (N. Russeff), die für ihre kranke Mutter sorgen muss und daher den Ganoven bei Lizzies Entführung behilflich war, dies dann aber bereut und – als sie den Ganoven gefährlich nahe kommt – ebenfalls entführt wird.
Schließlich werden die Ganoven von Bluewater gestellt und von East & Smith festgenommen. Und dann nimmt das Stück noch eine überraschende Wendung: es stellt sich heraus, dass der Kopf der Ganovenbande der Hausdiener der Halloways (L. Diepes) ist, dem Halloway vor 20 Jahren die Freundin – seine spätere Frau – ausgespannt hatte, und der sich mit der Entführung an den beiden rächen wollte. Die Halloways erkennen, dass Geld nicht alles ist und stellen den reumütigen Little Billy als neuen Hausdiener (und Spielkameraden) für Lizzie ein, Anne und Lizzie werden Freundinnen, und Bluewater kann weiter mit der Hausdame seiner Tante (K. Heuser) anbandeln.
Mit einem großen Applaus bedankte sich das Publikum bei den Aktiven für die vergnügliche Vorstellung, und es war immer wieder erstaunlich zu sehen, zu welcher Leistung und Kreativität unsere Schüler fähig sind, die sich neben dem schauspielerischen Ausdruck z.B. auch in der gelungenen Gestaltung des Bühnenbilds zeigten. Die Schüler bedankten sich ebenso lautstark bei Frau Hager und Frau Klein, die die Truppe über das ganze letzte Jahr hinweg begleitet und diese schauspielerische Leistung und Spielfreude aus den Schülern „herausgekitzelt“ haben.
Eine gelungene Vorstellung und ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden vor und hinter der Bühne – und natürlich an die Technik-Jungs für einen reibungslosen Ablauf, die musikalische Untermalung der Handlung und das „rechte Licht“, in das die Akteure gesetzt wurden!